Wir sanieren den Jägerhof
Rettung der Baukunst aus dem 15. Jahundert
Zusammenfassung der Geschichte
Der Jägerhof wurde 1413 unter der Regierung von Graf Heinrich d. XVIII. zu Stolberg und Wernigerode erbaut. Der Name "Jägerhof" taucht aber erst im XVIII. Jh. auf. Davor wird das Gebäude als "Herrenhof" bezeichnet. Damit war im Mittelalter der Wohnsitz des Gutsherrn oder seines stellvertretenden Verwalters gemeint, der der zentrale Mittelpunkt des Gutes war. In diesem Fall fungierte der Jägerhof als Wirtschaftshof der Burg (später Schloss) Stolberg, in dem verschiedene Güter wie Getreide, Fleisch, Bier, Leder und Eisen gelagert, produziert oder verarbeitet wurden. Es ist auch der letzte Ort in Stolberg, wo Münzen geprägt wurden (Ab 1763, Münzmeister Just Eberhard Volkmar Claus.)
Der Jägerhof hält eine Schlüsselposition in der historischen Stadt Stolberg: Der überschaut die Kreuzung der Hauptstraße mit dem Anfang der, im Mittelalter einzige, Straße, die von der Stadt zur Burg auf dem Berg führte.
Die Historikerin Frau Dr. M. Lücke spricht von einem "Hochsicherheitstrakt" wegen seiner geschlossenen Form. Nach Osten und Süden ist das Gehäuft umringt mit einem Graben mit fliessendes Wasser und zur Straße hin ist es geschützt durch eine sehr starke doppelgeschoßige Bruchsteinmauer, die bis zur Barockzeit ohne Fenster war. Weitere bauhinstorische Merkmale sind u. a. die gotischen Spitzbögen der Eingänge, die Ständerwand im Hof, die schwarze Küche, der Wildkeller und der Tonnengewölbekeller. Das Wohnhaus ist heute das ältere profane Gebäude Stolbergs.
Aus diesen Gründen haben wir uns entschieden den Jägerhof von der Gemeinde zurückzukaufen und es zu sanieren, damit die gotische Baukunst wieder (be)erlebt werden kann. - Ein großes Projekt!

Schlösser und Gärten in Deutschland e.V.
FÖRDERPROGRAMM: DENKMALERHALT UND KULTURTOURISTISCHE NUTZUNG HISTORISCHER BAUTEN IV/2025
Mit großer Freude können wir berichten, dass der Verein
Schlösser und Gärten in Deutschland e.V. unser Sanierungsprojekt im April 2025 validiert hat und uns bei Arbeiten im gotischen Wohnhaus unterstützen wird: Die Sanierung über drei Etagen wird 2026 stattfinden und hat u.a. als Ziel ältere strukturelle Schäden zu beheben. Damit sollen erste Räumlichkeiten wieder in die Nutzung kommen, damit auch kleine Gruppen kurzzeitig als Community in ein Teil vom gotischen Wohnhaus beherbergt werden können.
Besichtigungen
Jedes Jahr findet eine Führung durch den Jägerhof am Tag des Offenen Denkmals statt. Die Führung wird in ein Tagesprogramm integriert. Das Programm wird ca. 1 Monat vorher auf diese Website bekanntgegeben. Bei Interesse schicken Sie uns eine E-Mail.
Sobald die ersten Räume saniert sind, werden auch Führungen im Haus stattfinden.
Übernachtung
Es ist zurzeit noch nicht möglich im Jägerhof zu übernachten. Es sind langfristige und kurzfristige Wohnmöglichkeiten vorgesehen.




